“Nur ein Klaps” – Positive Strafe im Pferdetraining

 In Pferdetraining

Strafen sind im Pferdetraining leider immer noch an der Tagesordnung. Ob es ein Klaps mit der Gerte oder ein Schlag mit der Hand ist, gerechtfertigt werden diese Handlungen meist mit dem Argument, Pferde seien große und starke Tiere. Das Pferd müsse verstehen, dass es sich nicht auf diese Art verhalten kann. Dass es sich bei Pferden um große und starke Tiere handelt, ist aus meiner Sicht jedoch einer der wichtigsten Gründe, auf Angst- und Schmerzreize im Pferdetraining zu verzichten.

Was ist Strafe?

Zur Strafe (im Sinne der operanten Konditionierung) zählen solche Reize, die dazu führen, dass ein Verhalten weniger häufig und/oder mit geringerer Intensität gezeigt wird. Man unterscheidet zwischen positiver und negativer Strafe. Die Begriffe „positiv“ und „negativ“ sind in diesem Zusammenhang mathematisch und nicht wertend zu verstehen. Bei positiver Strafe folgt auf das Verhalten ein Reiz, welcher dazu führt, dass das Verhalten in Zukunft weniger gezeigt wird. Bei negativer Strafe wird ein Reiz infolge des Verhaltens entzogen oder beendet und das Verhalten wird in Zukunft wiederum seltener gezeigt.

Wie viel Strafe ist “nur ein Klaps”?

Damit ein Reiz ein Verhalten hemmen kann, muss dieser Reiz entsprechend unangenehm sein. Nur wenn der Reiz, welcher zum Strafen eingesetzt wird, unangenehmer ist, als das Ziel, welches das Individuum mit seinem Verhalten verfolgt erstrebenswert ist, kann der „Strafreiz“ das Verhalten hemmen.

Ein Beispiel:

Wenn das Gras auf der anderen Seite des Zaunes für das Pferd besonders schmackhaft ist, dann wird der aversive Reiz des Stromschlags es möglicherweise nicht davon abhalten, durch den Zaun zu gehen. Um das Verhalten zu unterbinden müsste der Stromschlag unangenehmer bzw. schmerzhafter sein.

Aversive Reize bzw. Stimuli führen zu Vermeidungsverhalten, während appetitive Reize (wie das saftige Gras) zu Annäherungsverhalten führen. Wir sind motiviert (lat. movere = bewegen), uns auf appetitive Stimuli zuzubewegen und aversive Reize zu meiden.

Dieses Beispiel veranschaulicht ein Problem, das auch im Pferdetraining häufig auftritt: Reize, die von Menschen mit der Intention einer Strafe eingesetzt werden sind oft nicht stark genug, um das Verhalten tatsächlich zu bestrafen. Stattdessen kommt es häufig unbemerkt vor, dass diese Reize sogar verstärkend auf das Verhalten wirken. Nehmen wir als Beispiel ein Pferd, das nach der Hand des Menschen schnappt. Darauf wird häufig mit einem Klaps auf das Maul des Pferdes reagiert und der Mensch denkt, er hätte das Verhalten bestraft. Tatsächlich tritt das Hapsen jedoch nicht weniger häufig, sondern sogar vermehrt auf. Was ist passiert?

Statt das Verhalten mit dem Klaps zu bestrafen, hat der Mensch das Verhalten verstärkt. Dies kann besonders bei Wallachen und Hengsten schnell passieren und ist verständlich, wenn man sich die Parallelen zu ihren pferdischen Beißspielen bewusst macht. Es könnte also sein, dass das Pferd den Klaps so interpretiert, als wäre der Mensch auf seine Spielaufforderung eingegangen.

Ein weiteres mögliches Szenario wäre, dass das Pferd aufgrund von Stress oder Frust geschnappt hat. In diesem Fall könnte der Klaps den Stress des Pferdes noch verstärkt haben, während er gleichzeitig nicht stark genug (was gleichbedeutend ist mit „schmerzhaft genug“) war, um tatsächlich als Strafe zu wirken. An diesem Beispiel wird außerdem deutlich, wie schnell man durch das Strafen in eine Abwärtsspirale geraten kann: Stress, als häufige Ursache für gefährliche Verhaltensweisen wie Beißen, kann durch aversive Reize verstärkt werden und wird sich zukünftig noch stärker entladen.

Das Problem mit der Desensibilisierung

Was passiert, wenn wir auf jedes unerwünschte Verhalten des Pferdes mit einem Strafreiz reagieren, der gerade stark genug ist, um das Verhalten zu hemmen? Mit der Zeit wird sich das Pferd an diesen Reiz gewöhnen. Vielleicht reicht ein Klaps beim ersten Mal noch aus, wenn der Mensch den Schreckmoment des Pferdes auf seiner Seite hat. Doch beim zweiten Mal wird das Pferd den Klaps möglicherweise schon vorhersehen und der Klaps wird weniger strafend wirken. Das Verhalten des Pferdes bleibt unverändert, solange sich an der Ursache für dieses Verhalten nichts ändert. Wenn der Mensch nun keinen anderen Weg wählt, um Einfluss auf das Verhalten zu nehmen, wird der Klaps mit der Zeit zu einem Schlag. Doch in dem Maße, in welchem die Intensität des Klapses nach und nach steigt, gewöhnt sich auch das Pferd an die Intensität dieses taktilen Reizes.

Wir sprechen von Desensibilisierung oder Habituation: Die Bereitschaft des Pferdes auf den zuvor aversiven Reiz zu reagieren sinkt. Das Pferd gewöhnt sich an den Reiz, sodass dieser nicht mehr als so unangenehm wahrgenommen wird, wie zuvor.

Positive Strafe funktioniert also nicht mit milden Reizen.

Wenn wir und das Pferd die Meinung teilen, dass es ja „nur ein Klaps“ ist und dass dieser Klaps wohl nicht so schlimm ist, dann bedeutet das auch, dass unsere „Strafe“ nicht zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führen wird. Mit Blick auf die Desensibilisierung wäre es geschickter, wir würden gleich darauf verzichten. Nur so können wir die Feinheit unserer Pferde erhalten.

Wiederholte und dauerhafte Anwendung von aversiven Reizen mit der Intention zu Strafen (jedoch ohne die erwünschte Wirkung zu erzielen), führt zur Abstumpfung des Pferdes.

Diese Abstumpfung wiederum kann gefährliche Verhaltensweisen begünstigen.

Die Teufelsspirale der Strafe

Das führt uns zum nächsten Problem: Wenn ein Reiz ein Verhalten tatsächlich hemmen soll, dann muss dieser Reiz so stark sein, dass er Angst oder Schmerz verursacht. Was passiert, wenn wir einem großen und starken Tier Angst oder Schmerz zufügen? Es kann sein, dass wir es schaffen, das Verhalten mit diesem Reiz zu unterdrücken. Jedoch ändern wir dadurch nichts an der Ursache für das Verhalten und diese Ursache wird wahrscheinlich an anderer Stelle wieder an die Oberfläche treten. Es kann aber auch sein, dass unser aversiver Reiz Stress, Angst und schließlich Aggressivität hervorruft, die sich gegen den Menschen richten kann.

So kann aus einem eigentlich friedlichen großen und starken Tier ein gefährliches großes und starkes Tier werden. Ich vermute, dass die Angst, die häufig dazu führt, dass Menschen Pferde bestrafen, zu einem großen Teil aus den Folgen der Strafe selbst resultiert.

Es wird gestraft, weil man Angst vor der Kraft des Pferdes hat und weil man straft, muss man Angst vor der Kraft des Pferdes haben. Den Pferden geht es nicht anders als den Menschen: Sie verhalten sich aggressiv, weil ihnen Angst- und Schmerzreize zugefügt werden und weil sie sich aggressiv verhalten, fügt man ihnen diese Reize zu.

Dabei ist die Lösung so einfach: Wir können uns anderen Möglichkeiten zuwenden, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu erzielen, statt Verhalten nur zu unterdrücken.

Strafe und die Persönlichkeit des Pferdes

Gerade, wenn wir aktive, mitdenkende Pferde haben möchten, kann Strafe diesem Ziel entgegen wirken, denn sie kann dazu führen, dass das Gesamtverhalten gehemmt wird.

Jeder unsichere Mensch, der einmal von seinen Mitschülern ausgelacht wurde, nachdem er sich im Unterricht zu Wort gemeldet hat, wird dies bestätigen können. Diesen unsicheren Menschen wird es vermutlich schon nach einmaligem Erleben des aversiven Reizes gehörige Überwindung kosten, sich erneut zu melden. Aber nicht nur das. Er wird von nun an möglicherweise auch Probleme damit haben, sich aktiv an Gruppenarbeiten zu beteiligen, eine Präsentation zu halten, seine Meinung zu äußern oder fremde Menschen anzusprechen. Durch die erlebte Bestrafung wird das gesamte Verhalten in sozialen Situationen gehemmt sein.

Ähnlich kann es auch unsicheren und sensiblen Pferden ergehen, welche eine Bestrafung schnell als deutlich unangenehmer wahrnehmen als selbstsichere Persönlichkeiten. Die schon bestehende Unsicherheit verstärkt sich und führt im Zusammenspiel mit der als sehr unangenehm erlebten Strafe dazu, dass das Pferd generell weniger Verhalten anbietet. Es versucht, alles zu vermeiden, was eventuell eine weitere Strafe einbringen könnte. Dabei gehen auch Verhaltensweisen verloren, die wünschenswert sind. Vor allem aber verliert das Pferd die Freude am Zusammensein mit dem Menschen, empfindet in dessen Beisein eher Angst und erlebt Stress mit all seinen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit, das Lernen und die Leistungsbereitschaft.

Insbesondere, wenn das Pferd die Strafe als unkontrollierbar erlebt, kann erlernte Hilflosigkeit die Folge sein. Um erlernte Hilflosigkeit handelt es sich, wenn aversive Reize kein Vermeidungsverhalten mehr auslösen. Das Pferd nimmt die Reize dabei jedoch weiterhin als aversiv wahr. Es ist also nicht einfach desensibilisiert und hat sich an die Reize gewöhnt. Das Pferd hat stattdessen gelernt, dass es den unangenehmen, beängstigenden oder schmerzhaften Reizen nicht entkommen kann. Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob das Pferd tatsächlich keine Kontrolle über die Strafe hat, sondern ob es wahrnimmt, dass es das Auftreten der Strafe kontrollieren kann oder nicht. Nimmt es die Strafe als unkontrollierbar wahr, so kann dies zu passiven Reaktionen auf aversive Reize führen.

Ob ich Strafe im Umgang mit Pferden einsetze, hängt für mich daher auch eng mit der Frage zusammen, welche Eigenschaften und Verhaltensweisen ich im Pferd fördern möchte. Wenn ich mir wünsche, dass das Pferd aktiv kommuniziert, motiviert mitarbeitet und dabei bestenfalls noch Freude empfindet, dann verzichte ich lieber auf Strafe, um die damit einhergehende Passivität zu vermeiden.

Strafe aus der Sicht des Pferdes

Was bedeutet es für das Pferd, bestraft zu werden? Das Pferd bekommt über den aversiven Reiz vor allem eines mitgeteilt: “Mach das nicht!”. Es weiß nun, welches Verhalten es lieber vermeiden sollte. Dabei gibt es aus der Sicht des Pferdes zwei Probleme:

1. Das Pferd hat sich nicht grundlos so verhalten
und
2. die Strafe sagt dem Pferd nicht, wie es sich stattdessen verhalten soll.

Das Gute an diesen zwei Problemen ist, dass sie uns die Alternativen zum Strafen erkennen lassen. Wenn das Pferd sich nicht grundlos auf eine Weise verhält, die uns Menschen zur Strafe veranlasst, dann müssen wir ja nur die Ursache abstellen und schon wird die Strafe überflüssig. Wenn die Strafe dem Pferd nicht sagt, wie es sich stattdessen verhalten soll, dann müssen wir nur einen Weg finden, dem Pferd dies zu verdeutlichen und es zu dem entsprechenden Verhalten zu motivieren.

Wenn wir es schaffen, hinter die Ursache für das Verhalten zu kommen, dann ist dies nicht nur für uns Menschen ein positives Erlebnis. Es bedeutet auch für das Pferd, dass seine Versuche, auf seine Situation aufmerksam zu machen, gehört werden. Wir Menschen lernen, schon auf leise Signale zu reagieren, sodass das Pferd nicht so laut werden muss, dass es für uns gefährlich wird und das Pferd lernt, wie es auf unbedenkliche Art auf seine Bedürfnisse hinweisen kann.

Die Grundlage für eine gesunde, funktionierende Beziehung ist geschaffen – Kommunikation mit Achtsamkeit und Rücksichtnahme.

Auf einen Blick: Was spricht gegen positive Strafe?

Gewöhnung an aversive Reize
Stress kann verstärkt werden
● statt strafend kann der Reiz missverstanden werden und verstärkend wirken
● resultierende Angst, Schmerz und Stress kann zu Aggressionen gegen den Menschen führen
● Ursachen des Verhaltens ändern sich nicht und suchen sich anderes Ventil
● Strafe bietet keine Information über erwünschtes Verhalten
● kann im schlimmsten Fall zur Hemmung des gesamten Verhaltens, Passivität und erlernter Hilflosigkeit führen

Letztendlich ist positive Strafe die Möglichkeit eine Verhaltensänderung zu bewirken, welche mit den problematischsten Nebenwirkungen einhergeht. Dennoch reagieren wir auf “Fehlverhalten” des Pferdes häufig “intuitiv” mit Strafe und dem Versuch, dieses Verhalten zu stoppen. Das liegt unter anderem daran, dass wir kurzfristig belohnt werden, wenn wir strafen. Für den Moment ist das Verhalten unterdrückt und wir erleben dies als Erfolg, ohne direkt zu bemerken, wie wir uns in eine Abwärtsspirale begeben, in der sich Pferd und Mensch immer unsicherer fühlen, die Strafen häufiger und stärker werden und wir mehr und mehr negative Emotionen erleben.

Alternative Verhaltensweisen müssen auch wir Menschen erst erlernen. Nicht immer ist es uns möglich, diese alternativen Trainingswerkzeuge gleich erfolgreich anzuwenden. Es lohnt sich aber immer, zu hinterfragen, ob eine Strafe wirklich zielführend ist und ob es nicht eine Möglichkeit gibt, das Pferd zu einem anderen Verhalten zu motivieren, die mit mehr positiven Nebenwirkungen einhergeht und weniger Gefahren für Mensch und Pferd birgt.

Wie stehst du zum Thema Strafe in der Pferdeerziehung? Wo fällt es dir noch schwer, Lösungsmöglichkeiten abseits von Strafen zu finden? Teile deine Gedanken oder Fragen gern in den Kommentaren :)!

 

Zum Weiterstöbern:

Eine der pferdefreundlichsten Alternativen, zum Verzicht auf Strafe stellt das Clickertraining dar, welches mit präziser positiver Verstärkung arbeitet – Basics Clickertraining: Präzises Pferdetraining mit dem Markersignal.

Im Beitrag Basics Clickertraining: Höflichkeit und Futterlob erfährst du mehr darüber, wie du das Clickertraining zur Höflichkeitserziehung deines Pferdes einsetzen und auf Strafe verzichten kannst.

Falls du schon Probleme mit gefährliches Verhaltensweisen seitens deines Pferdes hast, findest du unter Hilfe, mein Pferd beißt! Lösungsvorschläge, die ohne Strafe auskommen.

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Showing 2 comments
  • Hans-Peter Recktenwald
    Antworten

    (hmm – bissel lang geworden …)

    strafen? – diese sind, versucht man sie durch pferdeverhalten und das grundlegende naturell der art zu begründen, vollkommen unsinnig, sofern nicht zuerst die “erziehung” so sehr an dessen natur vorbeigegangen ist, daß die betr menschen das wohlwollen des pferdes verspielt haben. es ist die natur des herdenwesens, das, im gegensatz z.b. zur jagdgemeinschaft des raubtieres, in einer auf gegenseitigem wohlwollen basierender schutzgemeinschaft lebt, die “strafen” im sinne des umganges unter menschen garnicht kennt.

    man muß dieses primatendenken ablegen, wenn die verständigung ohne ‘dressur’ funktionieren soll, intuitiv und elementar. nebenbei, auch ohne Geräte welcher art auch immer, kein ‘stick’, kein ‘clicker’, kein Spielzeug überhaupt – was, wenn man’s grad nicht dabei hat?! alles notwendige leistet der eigene körper.

    woher diese überzeugung? meine damals 5½jährige völlig rohe, wilde, unerzogene, starke, selbstbewußte, unbändige stute, die als gefährlich galt, die eben darum keiner haben wollte, zeigte überdeutlich, daß sie meine nähe suchte. ich suchte ein pferd. so fügte sich das.

    die erste frage bei den übungen für den umgang mit ihr stellte sich daraus ohne weiteres: kann man jemandem überhaupt “bestrafen”, der sich einem ganz ohne not aus freien stücken zugewandt hat? für mich war das klar, natürlich nicht. war ja nicht mein gegner, dieses pferd. es will mit seinem verhalten ggf mir etwas mitteilen – das verstehen zu lernen meine aufgabe war. und diese wundervolle stute gab sich alle mühe, mir dies möglich zu machen.
    andere, wie sich mir inzwischen zeigte, tun das auch. elementare grundlage des umganges innerhalb einer gewachsenen harmonischen pferde-gruppe. sie sind endlos geduldig.

    viele ereignisse, die hier den Rahmen sprengen würden. Stoff für Bücher (die ich nie schreiben werde) … nach nunmehr 14 jahren steht fest, strafen waren nie ein thema. großes lob, wenn etwas gelungen ist, ohne kommentar ein neues thema, wenn nicht. auch “widersetzlichkeit” ohne gegenwehr lediglich ignoriert und durch der einwirkung entziehen quittiert rsp z.b. sie durch veränderte Körperhaltung unmöglich gemacht.
    längst habe ich mit diesem pferd einen starken partner zur seite, voller entschlußkraft, aber für niemanden noch im geringsten “gefährlich”.
    dasselbe danach mit meinen (sehr) großkalibrigen Irish-Cob, H und W. mit kraft und haue kann denen keiner imponieren. wenn’s drauf ankommt, rennen die alles um, was sich ihnen in den weg stellt. einfach, weil sie es können. – und doch sind sie im umgang mit menschen (die wissen, was sie tun) die sanftmut in person. die sprache groben umgangs haben sie nie kennengelernt. absolut leicht “kontrollierbar” – solange man keine unvernünftigen Forderungen stellt.

    das Konzept “strafe” ist im zusammensein mit pferden m.e. völlig verfehlt.

    • Anni
      Antworten

      Hallo Hans-Peter,

      vielen Dank für das Berichten deiner Erfahrungen zu diesem Thema. Ist stimme dir zu, dass wir mit unserem Körper alles Notwendige leisten können, um mit Pferden zu kommunizieren. Alles weitere kann lediglich ein Werkzeug sein und die Kommunikation in meinen Augen nur in dem Maße verbessern, in welchem sie schon auf körperlicher Basis stimmig ist. Ansonsten arbeiten wir gegen uns selbst, denn unsere Werkzeuge können nur das verstärken, was schon da ist. Ob und inwieweit es dann für den Einzelnen sinnvoll ist, neben seinem eigenen Körper auf andere Mittel zurückzugreifen, um sich mit Pferden zu verständigen, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es durchaus sinnvoll sein kann.

      Viele Grüße
      Anni

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