Vertraut und entspannt unterwegs – Tipps zum Spazieren gehen mit dem Pferd

 In Bewusstes Pferdetraining, Bodenarbeit, Problemlösung

Du möchtest endlich entspannt mit deinem Pferd spazieren gehen? Dann solltest du unbedingt prüfen, ob du diese wichtigen Grundlagen bereits etabliert hast.

Der Artikel im Überblick:

  • Was Pferde über das Spazierengehen denken
  • Wie schaffe ich es, dass mein Pferd mir beim spazieren gehen vertraut?
  • So kannst du deinem Pferd Sicherheit geben
  • Wie sorge ich dafür, dass mein Pferd im Gelände ruhig und sicher wird?

 

Das denken Pferde über das Spazierengehen:

Sicherlich kennst du mindestens eines der folgenden Probleme: Unkontrollierbar und nicht ansprechbar sein, Dauernervosität bis hin zum Losrennen, ständiges zum Gras gezogen werden und ein Pferd, das sich nicht gut anhalten lässt, sich vordrängelt oder dich umrempelt.

Bevor es an die Lösung dieser Probleme geht, möchten wir ein Wort für die Pferde einlegen: Von der Sicherheit gebenden Herde wegzugehen ist kein Zuckerschlecken. Allein unterwegs zu sein, noch dazu mit einer Spezies, die scheinbar so gar kein Verständnis für die Welt aus Pferdeaugen mitbringt, würde im schlimmsten Fall den Tod für das wild lebende Pferd bedeuten. Zumindest bedeutet es für unsere Hauspferde Angst und Unsicherheit.

Ein wichtiger Grundsatz:

Angst kann man nicht wegvertrauen.

Stell dir vor, du bist mit jemanden unterwegs, bei dem du dich total sicher fühlst und der dich sogar beschützen würde. Kommt ihr in eine gefährliche Situation, wirst du trotzdem Angst fühlen. Denn dein Körper ist darauf ausgelegt, dich auf Kampf oder Flucht vorzubereiten. Genauso ergeht es den Pferden.

Selbst wenn es sich bei dir noch so sicher und wohl fühlt, wird es trotzdem Situation geben, die es ängstigen. Und das ist völlig normal.

 

Wie schaffe ich es, dass mein Pferd mir beim spazieren gehen vertraut?

Es geht also nicht – wie oft angenommen – darum blindes Vertrauen deines Pferdes in dich zu erreichen, sondern um das Vertrauen, das es in sich selbst und in die Interaktion mit dir hat.

Die absolute Grundlage dafür ist, dass dein Pferd dich als unterstützenden Partner ansieht.

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Solange es das Gefühl hat, da draußen mit all den Gefahren, Sinneseindrücken und Aufgaben alleine unterwegs zu sein – und schlimmer noch, es dich dabei vielleicht sogar als Hindernis wahrnimmt, wird jeder Spaziergang zu einem Spießrutenlauf mit ungewissem Ausgang.

Wir dürfen nicht vergessen: Das Pferd sucht Sicherheit.

Allerdings nicht wie oftmals gedacht Sicherheit im Sinne von einem Anführer, dem es totenbrav hinterher trotten kann – sondern Sicherheit durch die Kommunikation mit einem achtsamen Partner, der das Pferd dabei unterstützt, seinen Bedürfnissen nachzugehen, neue Reize einzuordnen und der ihm Orientierung bei der Bewältigung von stressigen Situationen bietet.

 

So kannst du deinem Pferd Sicherheit geben

Um deinem Pferd auf Spaziergängen die nötige Sicherheit geben zu können, braucht ihr eine konstante Kommunikation.

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Bedeutet: Ihr beide hängt nicht nur zufällig am anderen Ende des Strickes, sondern ihr wendet euch immer wieder einander zu. Nicht nur einmal alle 100 Meter, sondern wirklich konstant. Ihr stellt euch gegenseitig Fragen und gebt euch Antworten – natürlich nicht mit Worten, sondern durch die konstante Kommunikation über das was ihr gemeinsam erlebt.

Das heißt ihr seid MITeinander unterwegs und nicht GEGENeinander.

MITeinander spazieren gehen bedeutet auch, dass du dein Pferd nicht daran hinderst, seine Bedürfnisse zu erfüllen.

Befindest du dich auf Spaziergängen im dauerhaften Nein-Modus („Lass das sein“, „Komm endlich mit“ und „Jetzt beruhig dich doch mal“), dann ist das als absolutes Warnsignal zu verstehen.

Denn: Wenn euch jetzt eine Gefahr begegnet, wird dein Pferd dich nicht als unterstützenden Partner wahrnehmen, sondern als weiteres Hindernis, das es sich aus dem Weg schaffen muss. Das tut es wahrscheinlich durch Rempeln, am Strick ziehen oder Losrennen und bringt dich und sich selbst somit in ernsthafte Gefahr.

Selbst wenn es das nicht tut, wird es zumindest Frustration entwickeln und diese kann wiederum später zu aggressivem Verhalten führen. So oder so – wir möchte niemals in die Rolle der lästigen Fliege kommen, die das Pferd abwehren möchte.

 

Wie sorge ich dafür, dass mein Pferd im Gelände ruhig und sicher wird?

Wenn eine konstante Kommunikation etabliert ist, dann folgt der nächste Schritt, in dem die Bedürfnisse des Pferdes an diese konstante Kommunikation gekoppelt wird.

So können wir einen wunderbaren Kompromiss schaffen, der die Bedürfnisse beider Seiten erfüllt und vor allem dem Pferd vermittelt, dass es sich immer lohnt, auf die Anfragen des Menschen zu reagieren.

So werden wir von der lästigen Fliege praktisch zur angenehmen Kraulbürste 😉 .

Diese Vorgehen erfüllt drei wichtige Ziele:

  1. Wir bekommen Sicherheit
  2. Wir werden den Bedürfnissen des Pferdes gerecht
  3. Das Pferd sieht uns als Partner an

Noch ein kleiner Hinweis: Das Prinzip funktioniert natürlich nicht, wenn du im Nein-Modus bist. Selbst wenn du mit positiver Verstärkung trainierst (also das nicht-tun von etwas belohnst) wird sich dein Pferd nicht wohlfühlen, weil seine Bedürfnisse nicht erfüllt werden.

Wir können keine Kooperation erwarten, wenn wir selbst unkooperativ sind.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss:

Spazieren gehen muss man üben!

Und zwar nicht erst auf Spaziergängen, sondern vorab und mit einem vernünftigen Plan, einer stimmigen Struktur und der Etablierung der wichtigsten Basics – damit Spazierengehen endlich zu einem wunderschönen Abenteuer oder auch entspannten Streifzug werden kann.

 

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